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Alpenhub Tirol

20.04.2015 Wieland Alge

Im Industriezeitalter war Tirol ein inneres Peripherieland, das sich vor allem durch den intensiven Ausbau der touristischen Möglichkeiten einen Namen machte.

In verschiedenen Branchen hat Tirol aber gezeigt, dass es sehr wohl möglich ist, erfolgreiche Unternehmen zu gründen und zu Weltgeltung zu bringen.

Auch ist Innsbruck eine der größten Universitätsstädte im deutschsprachigen Raum.

Dennoch stehen wir im Jahr 2014 da und müssen feststellen, dass wir zwar eine der höchsten Lebenshaltungskosten, aber gleichzeitig eines der niedrigsten Durchschnittseinkommen Österreichs haben.

Visionen

Rund um das Ziel, einen erfolgreichen Wirtschaftsraum Tirol zu erschaffen, wird ein Leitbild erarbeitet, das „Alpenhub Tirol“ genannt werden kann.

Dabei dürfen wir auch vor traditionellen heiligen Kühen nicht Halt machen.

Im vernetzten Dienstleistungszeitalter ist die innere Randlage obsolet und wird im Gegenteil, zum Hub zwischen großen traditionellen Wirtschaftsräumen.

Tirol hat die Chance, die durch den Tourismus erworbenen Sprachkenntnisse beziehungsweise durch den Tourismus erworbenen Netzwerke Menschen mit internationalem Hintergrund anzuziehen.

Folgende Punkte entscheiden unsere Zukunft maßgeblich mit:

  • Nachhaltiges  Gründen  durch schlankes Verfahren und liberalere Regulierungen ermöglichen
  • Unternehmerfreundliches Umfeld schaffen statt Förderabhängigkeit
  • Tirol ganz bewusst für ein internationales Umfeld  öffnen
  • Destruktive Strukturen und Regulierungen zurückdrängen.
  • Vereinbarkeit von Familie  und unternehmerisches Engagement ermöglichen
  • Weitere Verbesserung der innertirolischen Mobilität durch öffentliche Verkehrsmittel
  • Landesweiter Ausbau von attraktiven und  kostengünstigen  Kinderbetreuungseinrichtungen

Weitere Details dazu finden sich in unserem Positionspapier_zur Tiroler Wirtschaft.

 

Wieland Alge, stv. Landessprecher Tirolwilald_alge

  • Womo

    Sehr geehrter Herr Wieland,

    wie stehen Sie als stv. Landessprecher der NEOS zum Thema Agrargemeinschaften.

    Wie stehen Sie zu diesem vom Land (Wallnöfer) initiierten Diebstahl öffentlichen Gutes durch die Landwirte?

    Wie stehen Sie zu der Nichtrückabwicklung der Agrargemeinschaften nach schon zwei Urteilen des Verfassungsgerichtshofes?

    Wie stehen Sie zu der Bezahlung der Strafen für den Almförderbetrug durch den Steuerzahler?
    Wie stehen Sie zu der Bezahlung der Strafen für die Überschreitung der Milchquote durch den Steuerzahler?

    Mir fallen da noch einige Punkte ein wie, wie kann es sein das die Landwirte mehr als 6 Mrd an direkter und indirekter Förderung beziehen. Für was??

    Eine Antwort Ihrerseits würde ich mich sehr freuen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Womo

    • Wieland Alge

      Das Thema Agrargemeinschaften ist zuallererst ein rechtsstaatliches. Es gibt bekanntlich wiederholte Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofs, denen Folge geleistet werden hätte müssen.
      Der faule Kompromiss der schwarz-grünen Landesregierung ist genau das, nämlich faul.

      Mein persönlicher Zugang zur Landwirtschaft ist ein unternehmerischer. Die Aufrechterhaltung eines Systems der Abhängigkeit ist mir ein Dorn im Auge. Wie Sie richtig bemerken, ist das Gesamtergebnis unserer Landwirtschaftspolitik ein unbefriedigendes. Es werden erhebliche Summen bewegt, ohne echte positive Effekte zu bewirken.