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Denn auch Pendelzeit ist Lebenszeit!

02.08.2014 Elena Eiböck

NEOS Burgenland begrüßt die „Petition – Ausbau Bahn und Bau der S7“. ¨Endlich wird dieses wichtige Thema gemeinsam aufgegriffen und der politische Kleinkrieg macht Sommerpause.¨ freut sich Hannes Würkner, Landessprecher-Stv. der NEOS Burgenland.

Verkehrsadern sind die Arterien und Venen eines gesunden Wirtschaftskreislaufes. Wenn diese nicht dem Bedarf angepasst sind, verkümmert der mangelhaft versorgte Teil. Endpunkte eines Versorgungsgebietes sind dabei immer vom Austrocknen bedroht, denn die Natur wie die Wirtschaftskreisläufe sind unerbittlich, im Krisenfall wird zentralisiert.

Am besten versorgt und durchströmt sind jene Bereiche, die als stabile Verbindung zwischen zwei funktionierenden Systemen errichtet werden. Das gilt besonders für die Ansiedelung und den Ausbau von Betrieben aus dem produzierenden und dem Dienstleistungs-Gewerbe an Autobahnknoten und wichtigen Eisenbahnspangen.

Doch dafür müssen sich die Politiker des Südburgenlandes erst einmal davon lösen, für die hier bei uns lebenden Menschen nur eine bessere Möglichkeit des Auspendelns Richtung Westen zu forden. Es gilt durch die Schaffung hochwertiger Verkehrsverbindungen zwischen Österreich und Ungarn/Kroatien/Rumänien/Bulgarien/Serbien indirekt Arbeitsplätze hierher in das Südburgenland zu bringen. Das alleinige Fordern besserer Zugstrecken, Straßen und Bussverbindungen für Pendler ist NEOS zu wenig zukunftsträchtig.

Für die Schaffung der bis in die späten 90er Jahre favorisierten Südost-Zugspange von Wien über das Mittel- und Südburgenland nach Italien bzw. Slowenien ist es womöglich zu spät. Doch durch eine leistungsstarke Querverbindung der österreichischen Bahntrassen mit den internationalen Korridoren die jetzt in Ungarn an Österreich vorbei errichtet wurden, wird ein verkehrstechnischer Anschluss des Südburgenlandes gelingen. Derzeit schwenken in Ungarn noch alle internationalen Korridore so weit nach Osten, dass sie Budapest kreuzen. Doch wenn – wie zu erwarten – die Adriahäfen in Slowenien und Kroatien wieder ihre frühere Bedeutung erlangen, dann werden auch die ganz alten traditionellen Wegstrecken wieder aktuell. Diese führten nicht über Zentralungarn oder durch die Berge, sondern am Ostrand der Alpen durch die in Ungarn verbliebenen Komitate Deutschwestungarns.

Gemeinsam lässt sich viel erreichen, die überparteiliche Petition zum Ausbau der Bahn und der Schnellstraße S7 erhält daher die Unterstützung von NEOS.

Rück­fra­ge­hin­weis: Han­nes Würk­ner, 0664/3903076

  • Südburgenland Pro Bahn

    Es freut mich, dass sich auch NEOS als PRO Bahn bekennen. Leider sieht die Realität anders aus: das Burgenland besteht aus 3 Regionen, von denen nur eine wichtig ist. Infrastrukturprojekte, die der Süden dringend braucht, werden nicht in Angriff genommen. Wichtig ist die Elektrifizierung Jennersdorf – Sankt Gotthard, Expresszüge von Jennersdorf über Ungarn nach Wien (wie schon lange versprochen), Personenzüge Oberwart – Friedberg – Wien (nur dadurch rechnet sich auch die Infrastruktur für den Güterverkehr) mit einer Fahrzeit von 90 Minuten oder besser, Neubau Oberwart – Szombathely.

    http://probahn.wordpress.com/