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NEOS: Ohne Druck aus der Bevölkerung wird der Landessüden weiter zurückfallen

03.09.2014 Elena Eiböck

BURGENLAND. Ohne Druck aus der Bevölkerung wird der Landessüden weiter zurückfallen
Außer einem vernünftigen Stromnetz gibt es wenig im Süden des Burgenlandes. Das muss sich ändern. Durch Druck der Bürger_innen.

Ausserhalb der Landwirtschaft und den wenigen Gewerbe- und Handelsbetrieben in den Bezirken Güssing und Jennersdorf Arbeit zu finden, ist fast unmöglich. Darauf weist der Regionalkoordinator und Landessprecher-Stv. von NEOS im Burgenland, Hannes Würkner, hin und stellt die Frage: „Was braucht es seitens der Politik um Unternehmertum zu ermöglichen, das qualifizierte Arbeitsplätze schaffen kann?“ Die Antwort für NEOS ist klar: Wirtschaft brauch hochwertige Infrastruktur betreffend Strom, Straße, Schiene und Kommunikation.

„Außer einem vernünftigen Stromnetz gibt es wenig in den Bezirken Güssing und Jennersdorf. Es sieht schlecht aus mit leistungsfähigen Straßen und Anschlüssen an eine Autobahn, in Güssing ist von einer Schieneninfrastruktur gar nichts mehr zu sehen und in Jennersdorf zuckelt eine Diesellok durchs Land und von Breitbandinternet können viele Unternehmen und Bürger_innen nur träumen“, stellt Würkner fest.

Dabei entstehen die meisten neuen Jobs im Dienstleistungsgewerbe – davon mehr als 20% im technischen Bereich. Das wäre wohl auch im burgenländischen Landessüden der Fall – wenn es nur ging und die nötige Infrastruktur vorhanden wäre. „Ohne Internet und hohen Up- und Downloadraten spielt´s das nicht. Leider ist es aber für die Politik normal geworden ist, dass die Einwohner aus dem Südburgenland wegziehen oder in große Städte pendeln.“, so der Regionalkoordinator.

Will das Südburgenland nicht noch weiter zurück fallen, dann bedarf es eines Kraftaktes der Bevölkerung um für sich und unsere Kinder die Infrastruktur des 21. Jahrhunderts in die Region zu holen. Von der Politik der aktuellen Politikergeneration ist das leider nicht mehr zu erwarten. „Man braucht sich dazu nur die Interne EDV der Gemeindestuben ansehen. Wer als Bürgermeister seinen MitarbeiteInnen derartig veraltete Geräte zumutet, der hat wohl kein Verständnis für Uploadraten von 100 Mbit aufwärts.“

NEOS fordert die Bürgerinnen und Bürger des südlichen Südburgenlandes auf, sich für eine deutlich verbesserte Infrastruktur aktiv zu engagieren! Straße, Bahn und Internet zählen dazu, wobei ein schnelles Internet noch am leichtesten und günstigsten zu verwirklichen ist. Doch ohne den Druck aus der Bevölkerung wird sich da wohl nichts bewegen. „Habe Mut, tu was, lautet unsere Devise!“, so Würkner abschließend.