3. Pensionen für die Jungen sichern

Der Wahrheit ins Auge sehen.

Die Wahrheit ist den Menschen nicht nur zumutbar, sie haben ein Recht darauf. Wir fordern: Schluss mit der Pensionslüge! Unsere Pensionen sind nicht gesichert, wenn wir so weiter machen wie bisher. Wie erklären wir unseren Kindern, dass sie dereinst nicht einmal die Hälfte von dem bekommen, was heutige Pensionisten beziehen, obwohl sie gleich viel einbezahlt haben? Unser Ziel: Pensionsprivilegien abbauen, das faktische Pensionsalter auf 65 Jahre erhöhen und ernsthafte Anreize für private Vorsorge schaffen. Und zwar jetzt!

  • lew

    Ich finde auch das bei den Pensionen etwas getan werden muss! Bin 41 und seit ziemlich genau 20 Jahren im Berufsleben. Was mich aber grundsätzlich stört ist die Diskussion über das Antrittsalter. Manche gehen mit 15 ins Arbeitsleben andere mit Ende 20, das sind bis zu 15 Jahre unterschied. Wenn ich das richtig verstehe, können manche dann mit 35 Beitragsjahren in Pension gehen? Wo kann ich den Begriff faktisches Pensionsalter nachlesen? Bitte um Erklärung.

    • lew

      Ich bin ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht, das ich keine Antwort auf meine Frage bekomme. Im Facebook gibt es täglich massenhaft Posts, aber für Fragen zum Parteiprogramm findet man keine Zeit. Schade, eigentlich bin ich Neos-Wähler ….

      • Isa

        Auf http://www.pensonsversicherung.at gibt’s einen Punkt – Pensionsantrittsalter berechnen, da kann man nachschauen mit wie viel Jahren man gehen darf bei welchem Geburtsdatum. Wer länger arbeitet, bekommt auch mehr Pension (wie viel auch immer das sein wird´) privat auch was tun wird uns nicht erspart bleiben. Prinzipiell gilt für alle, die jünger sind, als Jahrgang 1968 – 45 Jahre arbeiten, mit 65 in Pension gehen, um 80% des LEBENSDURCHSCHNITTS-Einkommens zu bekommen. Was faktisch heißt: von heute auf morgen nur noch die Hälfte.

    • Peter Manhart

      Das faktische Pensionsalter ist jenes durchschnittliche Alter, mit dem der Durchschnitt aller Menschen (faktisch) in Pension gehen. Mit dem gesetzlichen Pensionsalter sind wir bei Dir, wir wollen es auch nicht, daher schaffen wir es ab! Wir möchten jedem die Möglichkeit geben, zwischen 62 und 69 in Pension zu gehen, wann er will. Für jeden Bürger wird bei Pensionsantritt die „kalkulierte Lebenspensionssumme“ errechnet (das ist jene Gesamtpension, welche sich aufgrund seiner Gesamtkontogutschrift und der Lebenserwartung ergibt) und diese Summe wird dann vom tatsächlichen Pensionsantritt auf seine restliche, statistische Lebenserwartung aufgeteilt.

    • Rainer

      Was du mit den 35 Jahren meinst sind nur mehr geringe Prozentsätze, vor Jahrzehnten war es üblich Dienstverträge auf 35 Jahre Dienstzeit aufzusetzen. Da die Lebenserwartung weniger lang war und damals dem Standard entsprach. Worauf du damit anspielst sind meistens Dienstnehmer die bis 1960 angefangen haben zu arbeiten. Faktisch werden diese DN aber immer weniger . Soweit ich weiss war einer der letzten Betriebe wo diese Verträge gültig waren die ÖBB. Mittlerweile laufen diese Verträge auch nach dem APG bis Regelpensionsalter.

  • Joachim

    Alles schön und gut! Jedoch ist es meiner meinung nach sehr schwierig das pensionsalter zu erhöhen da am arbeitmarkt menschen im höheren alter sprich 55+ kaum eine chance haben gute arbeit zu finden!

    • Peter Manhart

      Wollen wir auch gar nicht, im Gegenteil, wir schaffen es ab! Wir möchten jedem die Möglichkeit geben, zwischen 62 und 69 in Pension zu gehen, wann er will. Für jeden Bürger wird bei Pensionsantritt die „kalkulierte Lebenspensionssumme“ errechnet (das ist jene Gesamtpension, welche sich aufgrund seiner Gesamtkontogutschrift und der Lebenserwartung ergibt) und diese Summe wird dann vom tatsächlichen Pensionsantritt auf seine restilche, statistische Lebenserwartung aufgeteilt.

  • Alexander

    na meine Stimme wird Neos nie bekommen, reden kann man immer leicht bis 65 arbeiten, wenn ich wie viele von den Politikern nur im Stuhl hocke und daher labber kann ich das auch machen, aber will ich euch mal sehen wenn ihr jeden Tag Berge Kilos schleppt ob ihr dann auch noch bis 65 arbeiten könnt 🙂

    • Peter Manhart

      Hallo Alexander! Wenn Du das NEOS Pensionskonzept genauer kennen würdest, würdest Du sehen, dass wird das gesetzlichen Pensionsalter abschaffen und jedem die Möglichkeit geben, zwischen 62 und 69 in Pension zu gehen, wann er will. Für jeden Bürger wird bei Pensionsantritt die „kalkulierte Lebenspensionssumme“ errechnet (das ist jene Gesamtpension, welche sich aufgrund seiner Gesamtkontogutschrift und der Lebenserwartung ergibt) und diese Summe wird dann vom tatsächlichen Pensionsantritt auf seine restilche, statistische Lebenserwartung aufgeteilt.

  • Mario

    Bei der ÖBB zB. wurde letztes Jahr 5 Personen pensioniert die das Alter von 65 erreicht haben… Das durchschnittliche Pensionsalter ist bei den Bundesbahnen 54!!!
    Beamtenpensionen sind um ein Vielfaches höher als ASVG Pensionen…. an diesen Beispielen sollten Sie mal ansetzten,…..
    Sie bei den NEOS kommen mir vor wie Ausserirdische denen völlig die Bodensicht genommen wurde und die nun zum Landeanflug auf einen fremden Planeten ansetzten…. Sie sind unwählbar und ich hoffe das bleibt auch so

    • Peter Manhart

      Also Mario, das verstehe ich jetzt nicht: Wir fordern als einzige Partei eine rasche Angleichung des Beamtenrechts an das ASVG Recht, so wie es ja das APG seit 2005 im Grunde vorschreibt. Wir sagen sehr deutlich, dass z.B. eine Umstellung der Beamten auf das neue Pensionskonto wie bei den ASVG Versicherten sofort geschehen muss und nicht erst in 21 Jahren oder dass die Durchrechnung über 40 Jahre bei den Wiener Beamten wie im ASVG sofort geschehen muss und nicht erst im Jahr 2043! Wem werden Sie also Ihre Stimme geben: Jenen, die das verlangen oder jenen, die
      ihre Pfründe sichern??

  • Johann

    @Alexander: Recht haben Sie. Wer mit 55 oder 60 aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, hat sich seine Pension auch verdient. Aber wie viele Leute (Beamte, Bürojobs, Techniker, etc.) hocken den ganzen Tag nur am Stuhl? Wenn die alle bis 65 oder 67 arbeiten, und das mit dem Ansporn, dass jedes Jahr länger arbeiten eine höhere Pension bedeutet, haben wir viel erreicht für unser Land.

  • Mladen

    Alles nur graue Theorie, denn die Menschen ab 50+ werden in den meisten unselbstständigen Berufen kaum oder gar keine Chance auf einen Arbeitsplatz bekommen. Folglich werden diese eventuell versuchen die Branche zu wechseln, möglicherweise aus Unzufriedenheit wieder wechseln oder die meiste Zeit arbeitslos sein, was quasi einer vorgezogenen Pension gleichkommen würde.

    … ich weiß ja nicht, aber war jemand von euch NEOS mal richtig arbeiten oder besteht eure Arbeit nur aus Abschreiben neoliberaler Literatur?

    MfG

    PS: bisschen weniger Sonnenbaden am Kahlenberg, montags bis sonntags 😉 😉

  • Volker

    Es sollte ein transparentes Pensionskonto geben, das wie ein Sparkonto funktioniert, also weg vom Umlagesystem. Und jeder entscheidet selbst, wann er in Pension gehen möchte (entsprechend seiner angesparten Pension). Die Pensionsvorsorge an sich sollte aber Pflicht bleiben.

    • Peter Manhart

      Lieber Volker, bis auf „das weg vom Umlagesystem“ erfüllt das NEOS Pensionsprogramm Deine Wünsche: Ein Korridor von 61 bis 69 und jeder entscheidet für sich, wann sie/er in Pension geht. Das mit den echten Beiträgen auf dem Pensionskonto wäre auch unser Ziel, allerdings sehen wir keine Umsetzbarkeit. Wenn die Beiträge tatsächlich dem Konto gutgeschrieben werden, womit soll dann eine ganze Generation lang die Pensionen bezahlt werden? Was wir allerdings fordern: Dass sich die Pensionshöhe nicht vom Einkommen während der Aktivzeit ableitet, sondern von der Summe der Beiträge!

  • willi@gmx.at

    also ich bin jetzt 54, und finde es schon ok, dass ich bis 65 arbeiten soll. (vorausgesetzt es ist auch ein Arbeitsplatz da !!)
    aber …. wie schauts denn aus mit der Solidarität all der Frühpensionisten, die sich mit 55, 58, 60, 62 Jahren aus dem Arbeitsleben vertschüsst haben, jetzt schon in Pension sind, und noch 30, 40 fette jahre mit ihrer „wohlverdienten“ Penson vor sich haben.
    Wenn schon Solidarität, dann aber bitte für alle, und von allen. Also auch von jenen, die bereits auf ihren fetten Pensionen unser System belasten !!

    • Peter Manhart

      Auch hier gilt dasselbe wie oben bei Alexander:

      Wenn Du das NEOS Pensionskonzept genauer kennen würdest, würdest Du sehen, dass wird das gesetzlichen Pensionsalter abschaffen und jedem die Möglichkeit geben, zwischen 62 und 69 in Pension zu gehen, wann er will. Für jeden Bürger wird bei Pensionsantritt die „kalkulierte Lebenspensionssumme“ errechnet (das ist jene Gesamtpension, welche sich aufgrund seiner Gesamtkontogutschrift und der Lebenserwartung ergibt) und diese Summe wird dann vom tatsächlichen Pensionsantritt auf seine restilche, statistische Lebenserwartung aufgeteilt.

  • Rainer

    “ Möglichkeit geben, zwischen 62 und 69 in Pension zu gehen, wann er will. Für jeden Bürger wird bei Pensionsantritt die „kalkulierte Lebenspensionssumme“ errechnet (das ist jene Gesamtpension, welche sich aufgrund seiner Gesamtkontogutschrift und der Lebenserwartung ergibt) und diese Summe wird dann vom tatsächlichen Pensionsantritt auf seine restilche, statistische Lebenserwartung aufgeteilt.“
    Damit entsteht wieder eine Soziale Ungerechtigkeit bei der Pension. Eine Putzfrau wird dann wohl erst mit 69 gehen können um von der „angesparten“ Pension leben zu können währen ein Herr Direktor eher mit 62 geht. Das System kommt weniger eine gesetzlichen PV gleich. Denn wenn ich meine Privatpension einzahle bekomme ich auch mehr wenn ich mehr einzahle. Wie hoch wird bei dem System der Dienstnehmer-Anteil sein zum einzahlen? Zahlt der Dienstgeber auch ein für seinen Angestellten? Gibt es hier auch einen Steigerungsbetrag bzw. besonderen Steigerungsbetrag? Wenn die statistische Lebenserwartung genommen wird, gilt das dann für ganz Österreich oder anhand div. Klauseln wie es bei Privaten der Fall ist (Raucher, chron. Krankheit, Erbkrankheit..)? Bitte nicht mehr mit dem Standard-Satz wie bei jedem Post beantworten denn ich komme langsam zu dem Schluss das viele Details in dem Programm nicht berücksichtigt werden. PS habe noch bis 2052 zu arbeiten lt. Pensionsrechner.

  • Barbara Lusher

    Ganz ehrlich sollten die Personen einen Zuschlag bekommen, die wie ich 3 Kinder großziehen, die dann brav Pensionsbeiträge zahlen. Diejenigen die keine oder nur ein Kind haben, sind imstande sich etwas anzusparen, da sie aufgrund der Vollzeitbeschäftigung (keine Notwendigkeit Karenz, Teilzeit usw.) ihr Einkommen gleich halten können. Ich zahle 3x drauf: 1) Geringeres Einkommen, da ich teilzeit arbeiten muss 2) erhöhte Ausgaben – die Familienbeihilfe deckt nicht einmal den KiGa, Hort und die Nachhilfe für die Älteste 3) geringere Pension, da ich nicht so viel einzahlen konnte. Auch die Gutschrift von 25% meines Mannes hilft da wenig. Ich sollte die Gutschrift einer Person bekommen, die keine Einkommenseinbußen hat, weil sie keine Kinder hat, sondern lieber golfen und die Nase rümpfen, wenn meine Kinder „stören“.

  • Besorgte Menschen

    Während jene, die heute in Pension gehen, mehr Zeit in ihrer Pension verbringen, als sie jemals eingezahlt haben, zahlen gerade junge Menschen mehrfach drauf. Sie müssen genauso viel einzahlen, aber länger arbeiten und bekommen wenn es gut geht einen Betrag in der Höhe der Mindestsicherung . Schön, dass in der Vergangenheit unter Zugrundelegung unhaltbarer Annahmen so viele Privilegien geschaffen wurden, die man heute nicht rückgängig machen „kann“. Die wenigen Jungen von heute, die noch arbeiten gehen, müssen das System erhalten ohne jemals die gleichen Vorteile zu erhalten!
    Liebe Neos, bitte setzt euch dafür ein, dass Generationengerechtigkeit annähernd erreicht wird. Das heißt aber auch, dass die heutigen Pensionisten ihren Anteil leisten müssen!!!! Z.B. könnte man die Inflationsanpassung hoher Pensionen aussetzen.