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NEUE Schulverantwortliche braucht das Burgenland!

17.07.2014 Elena Eiböck

SPÖ und ÖVP vergessen im Schulstreit auf das Wesentliche: die nächste und übernächste Generation an Burgenländer_innen.

Auch im Burgenland ist es nicht mehr anzuhören, wie SPÖ und ÖVP miteinander ‚zusammenarbeiten‘. Das wird besonders im aktuellen Schulstreit merkbar, in dem sich Parteiapparatschniks wechselweise des Gedächtnisschwundes und des Verfolgungswahnes bezichtigen.

„Was dabei aber vollkommen vergessen wird ist, um wen es bei dieser Sommerposse wirklich geht. Es geht um unsere Kinder – die nächste und übernächste Generation an Burgenländerinnen und Burgenländer. Die zukünftigen Firmengründer, Arbeitgeber, Arbeitnehmer oder Abwanderer und Pendler sind es, um die es sich in Wirklichkeit dreht.“ meint dazu Hannes Würkner, Landesprecher-Stellvertreter und Bildungssprecher von NEOS im Burgenland.

Es ist eine Themenverfehlung, wenn weiter um Einfluss und Macht in den Schulen aus Sicht der Politik gestritten wird. Laut NEOS fehlen den burgenländischen Eltern von Schüler_innen in Wirklichkeit Antworten auf die folgenden Fragen:

  • Was wird für Schülerinnen und Schüler in einer Schule ohne eigene_m Direktor_in besser, wenn die Schulleitung ab Herbst in einer anderen – kilometerweit entfernten – Schule selbst in einer Klasse steht und dort unterrichtet?
  • Können die pädagogischen Besonderheiten – von persönlichem Engagement, modernen pädagogischen Wegen bis zu lokaler Verbundenheit der Kleinschullehrer_innen (bisher Leiter_innen) weiter erhalten bleiben oder wird deren oft herausragende Motivation nun durch die neuen Direktionen „abgestellt“ werden?
  • Soll die Maßnahme der Direktionszusammenlegung rein den Administrationsbereich sowie die zeitaufwendige Vorbereitung der internationalen Testes (PISA) umfassen, oder soll diese auch auf das standorteigene Schulprofil ausgedehnt werden?

Eines ist klar: solange diese drängenden Fragen keine Antwort erhalten, ist mit keiner Akzeptanz der Betroffenen für eine Zusammenlegung von Schulen zu rechnen. Weder Eltern noch Lehrer_innen noch bisherige Leiter_innnen werden ohne Information darüber, worin die Zukunftsperspektive dieser Aktion des Landesschulrates liegt, damit einverstanden sein.

Dass die gewählte Kommunikation dieser fundamentalen Änderungen an die Betroffenen letztklassig war, ist unbestritten. NEOS-Bildungssprecher Würkner meint dazu: „Wir burgenländischen Eltern erwarten uns, dass die jetzt betroffenen Lehrerinnen und Lehrer täglich respektvoll mit unseren Kindern umgehen. Was für diese Pädagog_innen mittlerweile großteils selbstverständlich ist, hat auch durch den Dienstgeber ihnen gegenüber zu erfolgen. Anders handelnde Dienstgeber auf Schulverwaltungsebene sind einfach nicht weiter tragbar und sind von den politisch Verantwortlichen ihres Amtes zu entheben.“

Den Kritikern dieser Vorgangsweise auf Gemeinde- und Schulebene sei die Durchsicht des NEOS-Bildungskonzeptes mit seiner fundamentalen Befreiung der einzelnen Schule von den Zwängen der landeseigenen Schulverwaltung ans Herz gelegt. Bei Umsetzung der darin vorgeschlagenen Maßnahmen müsste KEINE von ihrer Gemeinde, Ortsteil oder Elternschaft gewünschte Schule mehr um ihren Bestand zittern. Denn die Kompetenz diese zu betreiben fiele denen zu, die dies wünschen, bezahlt pro Kind mit jenem Betrag der schon jetzt dafür im Durchschnitt vom Bund aufgewendet wird. „Haben Sie Mut und lesen sie die Ideen von NEOS auf unserer Homepage www.neos.eu/bildung,„, rät Hannes Würkner und steht für weiterführende Erklärungen gerne für ein direktes Gespräch zur Verfügung!

Rückfragehinweis: Hannes H. Würkner, +43 664 390 30 76