Weltfrauentag 2015

12 Monate Frauenpolitik bei NEOS

Vor 12 Monaten begingen wir den Weltfrauentag 2014 mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Frauensolidarität & Netzwerke“ in der Wiener NEOSphäre. Breiten Konsens gab es in der anschließenden Diskussion darüber, dass Frauen – wenn es darum geht, für Gleichberechtigung einzutreten – gefragt sind, aktiv zu werden. Das funktioniert jedoch nur dann, wenn die Politik in die selbe Richtung rudert. Dementsprechend haben wir in den vergangenen 365 Tagen Aktion nach Aktion gesetzt, um diesem Anspruch gerecht zu werden.

März 2014

Das NEOS LAB launcht eine Studie zum Thema Frauen in liberalen Parteien: Welche Rahmenbedingungen fördern Frauen in politischen Parteien? Welche Maßnahmen können Abseits der Quote gesetzt werden? Und ganz konkret: Was sind die Barrieren, welche Strukturen müssen adaptiert werden?

Der Wien-Vorwahlkampf war nebenbei ein glänzenden Beispiel dafür, welche Maßnahmen notwendig sind, um Frauen zur Kandidatur zu bewegen. Wien-Spitzenkandidatin Beate-Meinl Reisinger dazu:

April 2014

Im April 2014 stand das Budget 2014 im Fokus: Welche konkreten Ziele formuliert das BMBF in Bezug auf frauenpolitische Maßnahmen? Wir kritisieren die mangelnde Konkretisierung seitens des Ministeriums und wünschen uns eine Ausformulierung der qualitativ und quantitativ messbaren Zielsetzungen.

Mai & Juni 2014

Die Ergebnisse der NEOS Lab Gender Studie werden erstmals präsentiert.

Juli 2014

Wer wird Kommissar_in für Österreich? Nach den EU-Wahlen stand auch das Kommissar_innen-Hearing im Parlament an, für das wir der Regierung strukturelle und inhaltliche Verbesserungsvorschläge liefern. Unter dem Titel EQUALEC suchen wir Kandidatinnen für das Amt, das bis dato auf Basis von Hinterzimmerpolitik vergeben wird.

August & September 2014

Im August/September erscheint die erste Auflage des NEOS Elementarpädagogik-Konzeptes, das unter anderem auf das Problem der zersplitterten Kompetenzen im Bereich der Kinderbetreuung eingeht. Außerdem fordern wir wiederholt einen Ausbau des Kinderbetreuungsangebots.

Oktober 2014

Happy Equal Pay Day! Was verdienen Frauen und Männer in Österreich, wo sind die Unterschiede besonders hoch? Neben dem Launch einer interaktiven Karte zur Einkommensschere lädt NEOS im Oktober gemeinsam mit der ALDE zur Gender Equality Conference in Wien.

Für Angelika Mlinar ist Female Entrepreneurship ein absoluter Schwerpunkt auf ihrer Europäischen Agenda:

Dezember 2014

Im Dezember präsentieren wir den NEOS Regierungsmonitor und ziehen Resümee zur Regierungsarbeit im Bereich Frauen. Was fehlt, ist ein ganzheitliches Konzept – und die Umsetzung spezifischer Maßnahmen in vielen Bereichen.

Jänner 2015

Im Jänner startet das NEOS Promotor_innenprogramm: Dieses Programm hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen innerhalb und außerhalb der NEOS Strukturen für Karrieren im politischen Bereich vorzubereiten und aktiv zu fördern.

Februar 2015

Das Kapitel „Gleichbehandlung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt“ wird im Rahmen der Mitgliederversammlung in Klagenfurt beschlossen. Kurzerhand bringen wir die beschlossenen Maßnahmen als Anträge ins Parlament ein: Wir wollen verpflichtendes Pensionssplitting mit Opt-Out Möglichkeit, eine rasche Angleichung des Pensionsantrittsalters, personen- statt haushaltsbezogene Parameter zur Bemessung von Sozialleistungen sowie eine geschlechterspezifische Analyse der Kollektivverträge. Und ganz allgemein: Eine progressive Arbeitsmarktpolitik, die Gleichbehandlung fördert statt verhindert.

Und wie geht es nun weiter?

Frauenpolitik, Arbeitsmarktpolitik, Familienpolitik: Was wir fordern und konsequenterweise auch anbieten, sind Konzepte, die ineinandergreifen. Eine gleichberechtigte Gesellschaft ist nur dann in greifbarer Nähe, wenn einzelne Politikfelder im selben Konzept statt unabhängig voneinander gedacht werden. Und so werden wir auch weiterhin im Bereich „Arbeitsmarkt und Soziales“ Maßnahmen vorschlagen, die Gleichbehandlung fördern, wollen familienpolitische Ansätze präsentieren, die Wahlmöglichkeiten und Flexibilität von Frauen erhöhen sowie auf strukturelle Ungleichheiten aufmerksam machen. Und außerdem: Durchaus selbstkritisch unsere eigenen Strukturen immer wieder evaluieren, um auch für kommende Wahlen Listen anbieten zu können, die ganz ohne Quote in Richtung 50:50 gehen.