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Wer benotet die Gestalter des Schulsystems?

27.06.2014 Elena Eiböck
BURGENLAND. Es muss wesentlich mehr Verantwortung der zentralen Schulverwaltungen an diejenigen übertragen werden, die täglich in den Klassen stehen!

Heute ist Schulschluss im Burgenland. Heute bekommen alle Schülerinnen und Schüler ihre Zeugnisse. Doch wer benotet diejenigen, die das Schulsystem gestalten, die es leiten und damit die Voraussetzung für die Pädagoginnen und Pädagogen schaffen erfolgreiche Lehrerinnen und Lehrer zu sein?

NEOS ist der Ansicht, dass viel mehr Verantwortung der zentralen Schulverwaltungen an diejenigen übertragen werden muss, die täglich in den Klassen stehen und die vor Ort die Schulen leiten. „Das Stichwort ist Autonomie!“, meint der mit den Bildungsagenden bei NEOS Burgenland betraute Landessprecher-Stellvertreter Hannes Würkner. „Doch dies bedeutet echte Autonomie – nicht die Erlaubnis ‚von oben‘ sechs, nein nach Widerspruch doch lieber nur zwei Schulstunden aus dem der Schule vorgegebenen Stundenkontingent zum Wohle der Schüler und auf eigene Verantwortung zu vergeben.“, konkretisiert Würkner.

NEOS findet, Autonomie ist MEHR! – Autonomie bedeutet, dass der Direktor (und in größeren Schulen in Absprache mit seinem Kollegium) entsprechend der Erfordernisse am Schulstandort frei seinen Stundenplan im Rahmen des Lehrplanes entwickeln kann. Dass er Schwerpunkte setzen und Projektunterricht in Haupt- und Nebenfächern einführen kann. Autonomie bedeutet dass die Direktion die Elemente anderer Schultypen – wie zB den Morgenkreis – auch im Gymnasium und der Volksschule einsetzen darf.

„Kein Kind ist gleich wie das andere, keine Lehrerin, kein Lehrer ist gleich wie die/der andere, kein Schulgebäude ist gleich wie das andere, doch alle sollen in der Schule das Gleiche mit diesen verschiedenen Voraussetzungen machen. NEOS möchte jenen die vor Ort – bei den Kindern – täglich in der Klasse stehen und sehen wie und was ‚gut geht‘ um unseren Kindern Wissen und Erfahurung zu vermitteln mehr Freiheit geben. Autonomie ist dafür die wichtigste Voraussetzung!“, so Würkner abschließend.


Rückfragehinweis: Hannes Würkner, +43 664 390 30 76
  • anonymus Innviertel

    Das scheint mir sehr gefährlich, da die Lern- und Leistungsbandbreite innerhalb der Schulen von einem Lehrer zum Anderen bereits jetzt katastrophal groß ist. Autonomie ja, aber nur wenn die Voraussetzungen stimmen. Aktuell scheint es dem „Sytem“ egal zu sein, ob ein Lehrer engagiert und fleißig oder faul und desinteressiert ist.

    • Hannes Würkner

      Lieber Anonymus, ja das ist gefährlich, doch hat die Angst vor dieser Gefahr in den letzten Jahrzehnten zum bekannten Stillstand geführt.
      NEOS hat den MUT dieser Gefahr ins Auge zu schauen.
      Die Bildungsverantwortlichen von NEOS haben sich in den letzten zwei Jahren (schon lange vor der Gründung im Hebst 2012) mit der Erneuerung des Bildungssektors beschäftigt und dabei eine unheimlich große Anzahl an engagierten DirektorInnen, LehrerInnen und auch privater StatuschulgründerInnen kennen gelernt. Auf diesen Erfahrungen aufbauend traut sich NEOS zu, eine Änderung des österreichischen Bildungssystems einleiten zu können und die Voraussetzungen für echte Autonomie zu schaffen.
      Habe Mut! – ist nicht umsonst eines der wichtigsten Mottos von NEOS.